Im Bike Park mit anderen Mädels die Trails runterjagen, sich austauschen,  Fahrtechnik lernen und einfach eine gute Zeit haben – Das ist nicht nur ein Traum, sondern wurde vom 20. bis zum 23. August 2020 Wirklichkeit beim Women's Bike Camp in Winterberg. Ich war dabei und möchte euch von von meinen Erfahrungen und Erlebnissen erzählen. 

Um ehrlich zu sein, hatte ich von diesem Bikecamp vorher noch nie etwas gehört. Eine Freundin, die sich für das Camp angemeldet hat, musste ihr Teilnahme wegen einer Verletzung absagen und hat mich gefragt, ob ich an ihrer Stelle am Women's Bike Camp in Winterberg teilnehmen möchte. So habe ich zwei Tage vor dem Start des Camps zugesagt und ihren Platz übernommen. An dieser Stelle vielen Dank liebe Isa für die tollen Erfahrungen, die ich machen durfte. Das Wochenende war wirklich unvergesslich und ich habe unglaublich viel dazu gelernt und viele tolle Mädels kennengelernt.

Donnerstag nachmittag ging es für mich los, um abends pünktlich zum Check-in anzukommen. Von mir zuhause (Nähe Würzburg) habe ich ca. 3 Stunden gebraucht. Also sehr entspannt. 🙂 Ab Marburg gibt es keine Möglichkeit mehr, Autobahn zu fahren und das letzte Stück bis Winterberg ist ein ganz schönes Gegurke.
Und Achtung: Hier stehen in vielen Ortschaften feste Blitzer und auch außerhalb der Ortschaften gibt es quasi überall Geschwindigkeitsbegrenzen. Deshalb mein Tipp: Fahrt im Sauerland anständig! 🙂

In Winterberg angekommen, ging es zuerst ins Hotel zum Check-in. Der erste Eindruck war schon einmal super. Alles war top-organisiert, besonders im Hinblick auf die verschärften Bedingungen bezüglich der Corona-Situation.

Neben der obligatorischen Unterschrift auf dem Hygieneformular gab es für jeden ein Namensschild und eine wunderbare Tasche voller Geschenke! Die Tasche war voll mit tollen Sachen, angefangen von einem T-Shirt, über eine Cap, eine Trinkflasche, ein Schneidebrett, diverse Nahrungsergänzungsmittel, Griffe fürs Mountainbike, Shampoo und vieles vieles mehr. Das war wirklich eine tolle Überraschung.

Am Abend gab es dann eine Begrüßungsansprache. Die Veranstalter, alle Hersteller und die Guides haben sich vorgestellt und uns erklärt was an dem Wochenende alles passiert und wie der Ablauf sein wird. So haben wir auch erfahren, dass wir uns selbst nach Können aufteilen sollen in die vorhandenen Level 1 bis 4. Da ich generell ganz gut auf dem Bike unterwegs bin, habe ich mich der besten Gruppe, der Level 4 Gruppe angeschlossen.

Da ich alleine zum Bikecamp bin, war ich erst ein bisschen verunsichert und habe mich gefragt, wie schwer oder leicht es sein wird, Freunde zu finden. Es schien so, als würden sich viele schon von den vergangenen Camps kennen und befreundet sein. Aber auch das war kein Problem, weil wirklich jeder supernett war und ich sehr schnell in diese angenehme Gemeinschaft aufgenommen wurde. Biken verbindet!

Neben dem Technik-Fahrtraining gab es noch verschiedene andere Aktivitäten, an denen wir teilnehmen konnten. Es gab eine Expo, d.h. die Hersteller waren mit kleinen Zelten vertreten, und man konnte Material testen. So war zum Beispiel Adidas/Five Ten da und man konnte Schuhe testen. Oder auch iXS, bei denen man Helme und Schutzkleidung ausprobieren konnte. Auch verschiedene Fahrradhersteller waren da wie zum Beispiel Santa Cruz, Juliana und KTM. Da ich aber auf meinem eigenen Fahrrad fahren wollte, bzw.  lernen sollte, auf meinem eigenen Fahrrad gut zu fahren, wollte ich mir keines leihen. Der Fahrradverleih wurde aber von den anderen Mädels gut angenommen und wie ich gehört habe, waren immer alle Bikes unterwegs.

Ich selbst habe nur Adidas Schuhe getestet. Die sahen wirklich sehr gut aus und waren am Anfang auch bequem, haben dann aber sehr stark angefangen zu drücken. Am ersten Abend habe ich sie deshalb wieder zurückgegeben und bin mit meinen eigenen gefahren. Von iXS habe ich am zweiten Tag einen Fullface-Helm geliehen, da meiner sehr eng und heiß ist. Der Helm gefällt mir optisch nicht zu 100%, ist aber Geschmackssache. Störender fand ich die Farbe, da sie nicht zu meinem Outfit und Fahrrad gepasst hat. 😀 Der Helm war dafür aber wirklich super bequem, luftig und praktisch.

Am Freitag morgen um 9:00 Uhr ging es los mit unserem ersten Fahrtechnik-Training. Wir waren insgesamt elf Frauen in der fortgeschrittenen Gruppe. Zuerst gab es eine große Vorstellungsrunde mit einem kleinen Spiel, sodass wir uns auch alle Namen einprägen und lernen konnten. Zuerst habe ich mir gedacht: Oh Nein, so ein doofes Kennenlernspiel. Aber es ging nur darum, sich die Namen einprägen zu können und war auch wirklich sehr hilfreich.

Danach ging es weiter mit einem kleinen Technik-Check und die Bikes wurden begutachtet. Dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, ging es endlich in den Bikepark. Juhuu!

Katrin und Laura beim Quatsch machen

Unsere Guides, Laura und Kathrin, waren wirklich super und haben uns Tipps und Tricks zur Fahrtechnik beigebracht. Mit den beiden sind wir alle sicherer geworden und am Ende über die größten Drops und die steilsten Trails runtergefahren. Drei Tage lang haben sie uns über Stock und Stein jeden Trail herunter gejagt. Wir sind zum Schluss sogar alle komplett den Trail IXS Downhill und Black Line gefahren und waren alle stolz wie Bolle. 🙂

Wie wir Frauen so sind, haben wir viel gequatscht. Von Outfits über Nagellackfarben, die zur Farbe des Fahrrads passen über andere Bikeparks und Erfahrungen und einfach alltägliche Dinge - uns ging nie das Thema aus. Die Tage waren sehr kurzweilig, wenn auch sehr anstrengend. Am Abend bin ich einfach todmüde, aber auch sehr glücklich, ins Bett gefallen.

Sportkurs abends nach dem Bikepark.

 

Neben dem Fahrtechnik-Training und der Expo konnten wir noch an einem Sport-Programm teilnehmen oder zur Physiotherapie gehen. Ich habe natürlich beides wahrgenommen. Am ersten Abend habe ich beim Fitnesskurs teilgenommen und am zweiten Abend war ich bei der Physiotherapie.

Was habe ich gelernt:

Es macht so viel Spaß, andere Frauen mit der gleichen Leidenschaft zu treffen. Und gemeinsam haben wir die ein oder andere Schikane im Bikepark geschafft. Wir haben uns gegenseitig motiviert und Dinge erreicht, die wir uns vielleicht alleine nicht zugetraut hätten. Es war schön, sich auch mal über andere Themen zu unterhalten, als nur über das Biken. Und ich bin mir nicht blöd vorgekommen, weil die Gruppe wegen mir mal wieder die Toilette anfahren musste. 😀

Alle gezeigten Bilder sind von Martin Geier, der uns in den Tagen begleitet hat und sich in der Meute an Mädels und dem ganzen Geschnatter tapfer geschlagen hat. 🙂

Das Wochenende war wirklich sehr gelungen und ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß. Ich kann das Bikecamp und den Veranstalter auf jeden Fall sehr empfehlen und ich würde das Wochenende immer wieder buchen. Sabrina von Fiedler Concepts kümmert sich um alle Wehwehchen und beantwortet geduldig wirklich JEDE Frage.

Habt ihr da auch Bock drauf? Dann bucht jetzt eurer nächstes Bike Camp. 


Kontakt Women's Bike Camp: www.womensbikecamp.com

Veranstalter: fiedler concepts GmbH
Adresse: Johannes-Haag-Str. 34, 86153 Augsburg

 

Anreise nach Winterberg

Von Hamburg ca. 4 Stunden
Von Kassel ca. 1,5 Stunden
Von Frankfurt ca. 2 Stunden
Von Dortmund ca. 1,5 Stunden

 

Bikepark Winterberg: www.bikepark-winterberg.de

  • 11 professionell angelegte Abfahrten, insgesamt 12 km lang
  • 2 Sessellifte
  • Höchster Punkt 778m
  • Kosten Tageskarte: 34,50 € für Erwachsene

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